Projekte

Terra Preta

"Terra Preta" ist portugiesisch und steht für "schwarze Erde". Forscher beschrieben sie zum ersten mal im Amazonasbecken Ende des 19. Jahrhunderts. Genauere Untersuchungen folgten ab der Mitte des 20. Jahrhundert, da Terra Preta ungewöhnlich nährstoffreich im Vergleich zu den umliegenden tropischen Böden war. Sie ist auch kein natürliches Phänomen sondern resultierte aus der jahrhundertelangen Anreicherung des Bodens durch die Indios mit einem kompostierten oder fermentierten Gemisch, das aus Pflanzenresten, Dung, menschlichen Fäkalien und Kohle bestand.

Schon seid einigen Jahren wird am Lindenhof mit einer "moderneren" Terra Preta gegärtnert, um eine entsprechende Ertragssteigerung zu erreichen. Die Mischung besteht dabei zu großen Teilen aus in einem Pyrolyseofen selbst hergestellter Pflanzenkohle. Durch diese wird der Boden dauerhaft verbessert und sie leistet durch die gebundenen Treibhausgase ihren Beitrag zum Klimaschutz. Um den Effekt Terra Pretas auf den Ertrag besser untersuchen zu können und mit verwirrenden Informationen aufzuräumen, werden unterschiedliche Techniken und Anwendungen verglichen. 

Und Sie können mitmachen!

Alle Informationen, die Sie benötigen, erhalten Sie in den unten stehenden PDF-Dateien.

Feldversuch mit Terra Preta
Modellprojekt-2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 955.2 KB
Anleitung und Hintergrundinfos
Anleitung und Hintergrundinfos zur Teiln
Adobe Acrobat Dokument 129.0 KB
Sachbericht zum Modellprojekt 2018
SachberichtModellprojekt2018.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.6 MB

Gärtner schaffen Futterinseln für Schmetterlinge

 

Im Rahmen des Wettbewerbs „Futterinseln im Garten – Blühstreifen für Schmetterlinge und Hautflügler“ wurden an der LBV Umweltstation Lindenhof die Preisträger ausgezeichnet. Die Umweltstation des LBV, Träger des Qualitätssiegels „Umweltbildung.bayern“, machte dieses Jahr zusammen mit Freizeitgärtnern ein Modellprojekt, bei dem aktiv Maßnahmen für Klimaschutz und mehr Artenschutz im Garten umgesetzt wurden. Zum einen wurde mit Pflanzenkohle aus holzigen Gartenabfällen gegärtnert, zum anderen Blühstreifen, Nektarpflanzen und Futterpflanzen für Schmetterlinge und deren Raupen im Garten angelegt.

Das Projekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz gefördert.

„Fast zwei Drittel unserer Tagfalter sind im Bestand gefährdet oder sogar bereits ausgestorben. Dagegen müssen wir aktiv etwas tun, denn dem Bienen und Insektensterben folgt ein Vogelsterben, da deren Nahrungsgrundlage immer mehr wegbricht“ erläuterte Projektleiter Thomas Kappauf die Motivation für dieses Projekt.

„Ob kleiner oder großer Garten, die ausgezeichneten Teilnehmer zeigten, dass effektives und erfolgreiches Gärtnern nur mit der Natur gelingt, ohne Einsatz von Gift oder Kunstdünger. Die Ortsbesuche im Rahmen unseres Feldversuchs mit Terra preta zeigten, dass in jedem Garten Platz für eine Brennesselecke (Futterpflanze für viele Tagfalter- Raupen) für Nektarpflanzen, oder Solitärstauden, oder für eine Blühwiese für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge ist. Die meisten Gärtner haben dies in Ihren Nutzgarten bereits integriert.“, so Projektleiter Thomas Kappauf vom LBV Lindenhof.

Die fünf ausgezeichneten Preisträger legten zwischen 10 und 60 qm Blühflächen für Schmetterlinge und Hautflügler in ihren Garten an, gärtnern ohne Gift, pflanzen Nektarpflanzen für Insekten an, die auch noch nützlich und schön sind. Auch mit der klassischen „Raupen- Futterpflanze“, der Brennsessel lässt sich prima ein Pflanzenextrakt zur Nährstoffaufladung von Pflanzenkohle (quasi als Dauerdünger) oder zur Flüssigdüngung (Stickstoff) herstellen.

Als Preise erhielten die ausgezeichneten Gärtner Lindenhof – Pflanzenkohle zur Herstellung von Terra preta, Blühmischungen für Schmetterlinge oder eine Solitärstaude als Schmetterlingsmagnet im Garten.

Jeder kann in seinem Garten etwas für mehr Artenvielfalt tun. Blühpflanzen säen oder Solitärstauden wie Schmetterlingsflieder anpflanzen, eine Brennesselecke einrichten, Mischkultur und biologische Schädlingsbekämpfung und Pflanzenstärkung praktizieren, oder eine Wiese erst im Spätsommer satt regelmäßig mähen.

Viele Schmetterlinge sind jedoch Spezialisten, die sich auf ganz bestimmte Futterpflanzen oder Wiesentypen spezialisiert haben. Daher brauchen wir auch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft ohne Gift und letztendlich eine andere Agrarpolitik. Unsere Landwirtschaft muss in Zukunft gezielter gefördert werden, wenn sie z.B. gesunde statt pestizidbelastete Lebensmittel produzieren oder Landschaftspflegemaßnahmen umsetzen, die artenreiche Naturräume erhalten.

Bisher müssen sie eher auf Masse statt Klasse mit Monokulturen und Pestiziden setzen, da sie für Ihr Produkt wenig Gewinn erzielen und gezwungen sind, ihre Schwerpunkte eher nach Subventionsquellen statt nach Nachhaltigkeit auszurichten.

Modellprojekte

2018: "Feldversuch mit Terra Preta und selbstgemachter Biokohle im Garten? - Citizen Science zum Klima- und Artenschutz“

2017: "Klimaschutz meets urban gardening"

Ein Schwerpunkt des Projekts bestand in Aktionen zu Terra Preta (s.o.), dessen Eigenschaften Teilnehmer verschiedener Alters- und Sozialschichten näher gebracht wurden. Weiterhin ging es um die Herstellung von Pflanzenkohle sowie den Bau und die Effektivität verschiedener Beetformen, wie unter anderem einem Turmbeet. Genaueres finden Sie im folgenden PDF:

Bericht Modellprojekt 2017
SachberichtModellprojekt2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.6 MB

2016: "Zündstoff - Keimzellen zur Transformation des Weltaktionsprogrammes BNE"

Der Schwerpunkt des Projekts lag auf der Vermittlung des Nachhaltigkeitsgedankens, der unter anderem bei der Anlegung des Bauerngartens und dem Bau neuer Hochbeet am Lindenhof, interkulturellen Aktionen und dem Bau von Holzsitzmöbeln im Wohnquartier Menzelplatz richtungsgebend war. Genaueres können Sie im folgenden PDF lesen:

Bericht Modellprojekt 2016
SachberichtModellprojekt2016.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB

Basisprojekte

"Mit statt neben der Natur leben - damit Zukunft gelingt"

Mit verschiedenen Veranstaltungen wurden Erwachsenen, aber vor allem Kindern und Jugendlichen unter dem oben stehenden Motto Naturräume und ökologische Zusammenhänge näher gebracht. Dies geschah nach den BNE-Leitlinien "Ökologie", "Ökonomie" und "Soziales". Den Projektbericht finden Sie in folgendem PDF:

Bericht Basisprojekt 2017
SachberichtBasisprojekt2017.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.2 MB
Bericht Basisprojekt 2016
SachberichtBasisprojekt2016.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.4 MB

Sonstige Projekte

2018: Wettbewerb "Futterinseln im Garten"

Wettbewerb Futterinseln im Garten
Im Rahmen unseres Modellprojektes „Feldversuch mit Terra Preta und selbstgemachter Biokohle im Garten? - Citizen Science zum Klima- und Artenschutz“ findet ein Wettbewerb zur Verbesserung der Überlebenschancen für Schmetterlinge und Wildbienen statt.
Wettbewerb Futterinseln.pdf
Adobe Acrobat Dokument 693.6 KB

2016: „Umweltbildung.Bayern zeigt Flagge! Vielfalt und Nachhaltigkeit erleben“

Über das Netzwerk Runder Tisch Umweltbildung Oberfranken boten verschiedene Umweltbildungseinrichtungen Aktionen und Infostände auf der Landesgartenschau 2016 in Bayreuth an. Weiteres finden Sie um unten stehenden PDF:

Bericht Landesgartenschau 2016
SachberichtLAGA2016.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.2 MB