Das Höllental im Frankenwald

Unser Anliegen ist es, dieses naturbelassene Tal mit seiner Artenvielfalt für alle Natur- und Wanderfreunde so zu erhalten, wie es sich seit Jahrhunderten selbst gestaltet hat und für unsere nachfolgenden Generationen auch erhalten bleiben sollte! Das Höllental steht unter Naturschutz und hat FFH Status.

Fotos: Thomas Stöckigt

Schutzzweck des Naturschutzgebietes Höllental
Offizielles Dokument der Regierung von Oberfranken
5-86-01-Schutzzweck(1).pdf
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Verordnung über das Naturschutzgebiet Höllental
Offizielles Dokument der Regierung von Oberfranken
5-86-02-Verordnung.pdf
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Botanische Zustandserfassung Höllental
Abschlussbericht im Auftrag des Landratsamtes Hof
5-86-04-Gutachten.pdf
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Artenreichtum im Höllental

Hier soll dargestellt werden, wie vielfältig der Artenreichtum im Höllental, einem Naturschutzgebiet mit FFH-Status (Flora-Fauna-Habitat, Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union) ist.

Wie bereits in anderen Berichten erwähnt, wurde dort nicht nur der Fischotter nachgewiesen, sondern ebenfalls der Uhu, der Schwarzstorch, die Wasseramsel sowie der Wespenbussard. Im Nachfolgenden mit Fotos dargestellt:

 Aber auch in Sachen Schmetterlinge und Libellen ist das Höllental ein hochinteressantes und sensibles Gebiet.

Das Höllental ist das einzig bekannte Vorkommensgebiet des Fetthennen-Bläulings (Scolitantides orion) in Nordbayern, der an steilen besonnten Felshängen sein Primärhabitat hat. (Siehe auch „Tagfalter (-Atlas) in Bayern“.) Diese Art ist vom Aussterben bedroht und streng geschützt. Der Fetthennen-Bläuling steht auf Platz 1 der Roten Liste für Deutschland und Bayern.

Ebenfalls sehr erwähnenswert ist der Russische Bär (Euplagia quadripunctaria), ein  tagaktiver Nachtfalter, oft auch Spanische Flagge genannt. Auch für diese Art ist das Höllental ein sehr starkes Verbreitungsgebiet. Besonders zu bemerken ist, dass dieser Falter FFH-Status und europarechtlichen Schutzstatus besitzt.

Aber auch viele andere Schmetterlingsarten, die auf der Vorwarnliste stehen, kommen dort vor, wie der Kleine Eisvogel, der Trauermantel, der Kaisermantel (in zwei Farbvarianten) sowie der Kleine Schillerfalter. Zudem kommen hier auch gewöhnliche Arten wie der C-Falter, Admiral, Mauerfuchs, Kleiner Perlmutterfalter, Grünader-Weißling, Kohlweißlinge, Landkärtchen, Tagpfauenauge, Zitronenfalter und Schachbrettfalter vor. Das Höllental stellt  außerdem einen Lebensraum für eine weitere Anzahl von tagaktiven Nachtfaltern dar. Dazu gehören unter anderem das Rote Ordensband, die Gammaeule sowie das Taubenschwänzchen.

 Auch in Sachen Libellen ist das Höllental nicht uninteressant, so konnte im Jahr 2018 die Kleine Zangenlibelle dort nachgewiesen werden. Sie steht auch auf der Vorwarnliste in Bayern.

Zudem lassen sich hier gewöhnliche Libellenarten finden, wie die Gemeine Heidelibelle, die Braune Mosaikjungfer, die Blaugrüne Mosaikjungfer und die Herbstmosaikjungfer.

Im Höllental kommt darüber hinaus eine erhebliche Anzahl von Hummeln, Wildbienen und Käfern  vor.

Auch dieses im Anschluss fotodokumentarisch vorgestellt:

 

Abschließend soll hier noch bemerkt werden, dass 2018 eine aktuelle Artenschutzkartierung in Bezug auf Schmetterlinge und Libellen durchgeführt wurde. Diese Daten wurden an das LfU in Augsburg, Referat Artenschutz übermittelt, ebenso an den Zuständigen für das aktuell in Sachen Umweltverträglichkeit der Höllental-Brücken beauftragte Gutachten.

 

Somit kann im Nachhinein niemand sagen: „Davon hatten wir keine Kenntnis.“

Fotos: Thomas Stöckigt

Artensteckbriefe der wichtigsten Schmetterlingsarten im Höllental/ Gefährdungsursachen/ Schutzmaßnahmen

Artensteckbrief Rotes Ordensband
Herausgeber: NAOM
23-02 - Rotes Ordensband.pdf
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Artensteckbrief Fetthennen-Bläuling
aus Artensteckbriefe Thüringen 2009
artensteckbrief_scolitantides_orion_2702
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Artensteckbrief Spanische Flagge
Christoph Schönborn und Egbert Friedrich
LNT_1995_4_S101_Schoenborn_Friedrich_Spa
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Landschaftsteile Thüringens mit bundesweiter Bedeutung für den Naturschutz
Werner Westhus, Holm Wenzel und Frank Fritzlar
LNT_2002_1_S1_Westhus_et_al_Landschaftst
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Informationen zum Schwarzstorch im Frankenwald/Höllental

Zum Abschluss sei hier noch bemerkt, nicht nur wir sollten uns für den Naturschutz und Artenschutz einsetzten. Es hat jeder Naturinteressierte – und das nicht nur im Landkreis Hof – die Möglichkeit, sich dafür einzusetzen oder etwas dazu beizutragen.

 

Kontakt: Hof@lbv.de