Die längste Hängebrücke der Welt...

... soll im Höllental zwischen Eichenstein (Issigau) und Lichtenberg entstehen. Eine Anzahl von 400.000 Besuchern pro Jahr soll die Region zu einem Mekka für Eventtouristen werden lassen. Über die Sekundärinfrastruktur, den Lärm, den Müll, Tiere und Pflanzen, das FFH-Gebiet, sowie das NSG "Hoher David" wird nicht geredet. Ein (!) Ranger wird den Überblick haben und alles regeln. Wir sagen dazu: das geht nicht! 

Zeitungsartikel zu den geplanten Hängebrücken über das Höllental

 

Dr. Norbert Schäffer besuchte mit Christoph Hartl am 1.10.2018 das Höllental im Landkreis Hof, um sich vor Ort ein Bild über die geplanten Eingriffe im FFH-Gebiet zu machen. Mit dabei waren mehre Mitglieder der LBV-KG-Hof, Ralph König von der Initiative Höllental und Manfred Köhler von der Frankenpost Hof.

Die Frankenpost brachte den folgenden Bericht zu dem Interview mit Dr. Norbert Schäffer durch Manfred Köhler und daneben ein unsachlicher Kommentar von Sören Göpel (FP-Redaktion). Die zwei Leserbriefe zum Kommentar wurden der Frankenpost zugesandt, aber leider nicht veröffentlicht.

Stellungnahme zum Kommentar von S. Göpel " Vogelschützern fehlen Argumente" (03.10.18)

Mit der Bitte um möglichst ungekürzte Veröffentlichung

 

Es ist Herrn Göpels unbestrittenes Recht für das Projekt "Frankenwaldbrücke" zu sein, aber in einer seriösen Zeitung wie der Frankenpost ist sein arrogant schnoddriger Umgang mit den überlegt begründeten kritischen Bedenken des LBV Vorsitzenden Dr Schäffer fehl am Platz.

 

Herr G. meint "mit böser Zunge" Herrn Schäffers Argumentation sei bereits "gegen den - noch virtuellen - Brückenkopf geflogen", denn so ein Brückengegner in seiner "Hauptsachedagegen-Haltung" könne - ohne Kenntnis der genauen Planung - noch gar nicht wissen, dass mit den Brücken "eine Art Gaudi" im Höllental entstehen werde. Dem stellt Herr G. die Mehrheit der Issigauer und Lichtenberger gegenüber, die hinter dem Projekt stehen;

wahrscheinlich weil sie jetzt schon - ohne Kenntnis der genauen Planung- wissen, dass diese Brücken der notleidenden Region den Aufschwung bringen werden. Was der für den Naturschutz zuständige Herr Landrat seine Brückenprophetin verkünden lässt, wird schon stimmen. Schließlich müssen wir mit der Zeit gehen und dieses angestaubte Naturschutzgebiet aus seinem Dornröschenschlaf reißen. Moderner Tourismus sieht zwar anders aus, wie Herr Schäffer zu bedenken gibt, aber das meinen ja nur Naturschützer und die üblichen Miesmacher und Pessimisten von der Höllental-Initiative ... und der bayerische Ministerpräsident.

 

"Mit böser Zunge könnte man sagen" ,dass die Argumentation des LBV ist nicht gegen einen virtuellen "Brückenkopf geflogen" ist, sondern gegen ein betonhartes Brett vor Herrn Göpels Kopf.

 

Rolf Müller

(Memmingen/Naila)

Leserbrief von Reinhard Müller
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Leserbrief von Familie Pohl
Leserbrief von Familie Pohl zur Hängebrü
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Weitere Zeitungsartikel zum Thema:

Eine Hängebrücke spaltet den Frankenwald (veröffentlicht am 08.06.2018, Süddeutsche Zeitung)

Nachhaltiger Tourismus statt Prestigeprojekt (veröffentlicht am 19.06.2018, Ulrike Gote)

Keine Hängebrücken im Höllental (veröffentlicht am 03.08.2018, DAV Augsburg)

Brückenbau beginnt frühestens 2020 (veröffentlicht am 11.12.2018, Frankenpost)

Brückengespräche in Tirol (veröffentlicht am 13.12.2018, Frankenpost)

Grüne halten Hängebrücken für "Pokerspiel" (veröffentlicht am 15.01.2019, Frankenpost)

Weitere Informationen bei der Initiative Höllental.